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Iaidô ist die Kunst das Schwert zu ziehen, den Gegner niederzustrecken und anschließend das Schwert wieder in die Scheide zurückzuführen, während man einen ruhigen Geist bewahrt (Iaidô - Der Weg, jederzeit bereit zu sein). Geübt werden Formen (Kata) ohne Partner mit dem Bokken oder Bokutô (Holzschwert), später mit einem Übungsschwert Iaitô), das in Maß und Gewicht einem japanischen Schwert (Shinken) entspricht. Fortgeschrittene üben mit dem Partner (Kumitachi). Während der Sengoku-Periode, der Zeit des japanischen Bürgerkriegs (1568-1600), wurde die richtige Handhabung des japanischen Langschwertes immer wichtiger. Hayashizaki Jinsuke (1546-1621) begründete in dieser Zeit das Iai- oder Battôjutsu (das Schwert ziehen), das bis heute in den beiden Hauptschulen Musô Jikiden Eishinryû (die einzig- artige, direkt überlieferte Schule des Eishin) und Musô Shindenryû (die von den Göttern in einem Traum überlieferte Schule) weiterbesteht. Es gab jedoch zuvor schon Schwertschulen, die Iaidô übten und bis heute bestehen, wie bei- spielsweise das Tenshin Shoden Katori Shintôryû, 1447 von Iizasa Choisai Ienao (1387-1488) begründet. Wer Iaidô lernt, übt zunächst die 12 Seiteigata (festgelegte Formen), die ein Derivat verschiedener alter Schulen (Koryû) sind, bevor man sich mit den Formen der alten Schulen selbst befasst. Kumitachi (Partnerübungen) mit dem Holzschwert sollen die Führung des Schwertes veranschaulichen. Zusätzlich werden Grundübungen aus dem Kendô eingeflochten, um den richtigen Griff zu verbessern. Wichtige Bestandteile sind auch die richtige Handhabung und Pflege des Schwertes außerhalb des Trainings. Im Nihon Budô Kaikan trainieren wir Musô Jikiden Eishinryû Iaidô und veranstalten oft Lehr- gänge mit Henry Schubert. Wir sind Mitglied im Deutschen Iaidô-Bund e.V. und im Norddeutschen Iaidô-Bund e.V.

Über Iaidô